Gedenken an die Befreiung des Frauen- und Mädchen KZ Ravensbrück

Mehrere hundert Menschen nahmen Sonntag an dem Gedenken zum 74. Jahrestag der Befreiung des Frauen- und Mädchenkonzentrationslagers Ravensbrück teil. Zahlreiche Antifaschist_innen konnten verhindern, dass das Gedenken zur Bühne der Inszenierung polnischer NationalistInnen wird.

In den vergangenen Jahren kam es zu Auseinandersetzungen mit diesen als sie während des Gedenkens Symbole der faschistischen Einheiten der Nationalen Streitkräfte (NSZ) gezeigt hatten und Antifaschist_innen körperlich bedrohten. Dies hatte die Initiative für einen Gedenkort für das ehem. KZ Uckermark publik gemacht. Daraufhin riefen wir zur Teilnahme an dem zentralen Gedenken auf. All der öffentliche Druck, der befeuert wurde durch gezielte Falschinformationen polnischer NationalistInnen in sozialen Medien (Stichwort: Antifa kommt, um die Polen zu schlagen), führte dazu, dass die Gedenkstätte das Zeigen jeglicher politischer Fahnen verbot. Zwar hatte dies zur Folge, dass die faschistische Inszenierung ausgeblieben ist und es ohne Handgreiflichkeiten ablief. Wir sehen es aber kritisch, dass die Gedenkstätte anstatt eine klare Grenze gegen Antisemitismus und Nationalismus zu ziehen, lieber „links“ als Unruhestifter_innen abtut und sie in einen Topf schmeißt mit aggressiven NationalistInnen.

Jenseits der politischen Spannungen war das Gedenken an die lesbischen Gefangenen ein besonders bewegender Moment. Zu den Klängen von „Bella Ciao“ enthüllten die Autonomen Feministischen FrauenLesben aus Deutschland und Österreich einen Gedenkort, der in verschiedenen Sprachen an die Schicksale lesbischer Frauen, die in dem KZ Ravensbrück und Uckermark umgebracht wurden, erinnert.

Wir möchten uns bei Allen bedanken, die an dem Gedenken und der antifaschistisch-feministischen Intervention teilgenommen haben.

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